Strenge Regeln erfordern vermehrt Fachkompetenz

Die Zeiten haben sich geändert und der Wind hat sich gedreht. Heutzutage kann schon ein kleiner Fehler fatale Folgen haben. In der Konsequenz ist im Steuerbereich vermehrt Fachkenntnis erforderlich, die den Gang zum Steuerberater unausweichlich macht.

Urkundenfälschung

Eine Urkundenfälschung ist im Grundsatz Voraussetzung für einen Steuerbetrug. Der Tatbestand der Urkundenfälschung gemäss Art. Art. 251 Ziff. 1 Abs. 2 StGB hat folgende Voraussetzungen:

Wer in der Absicht, jemanden am Vermögen oder an andern Rechten zu schädigen oder sich oder einem andern einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen, eine Urkunde fälscht oder verfälscht, die echte Unterschrift oder das echte Handzeichen eines andern zur Herstellung einer unechten Urkunde benützt oder eine rechtlich erhebliche Tatsache unrichtig beurkundet oder beurkunden lässt, eine Urkunde dieser Art zur Täuschung gebraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, und wird die falsche Urkunde vom Steuerpflichtigen verwendet, um die Steuerlast zu reduzieren, ist der Tatbestand des Steuerbetrugs erfüllt.

Problematik und Anwendungsgebiet

Für den Steuerpflichtigen und auch für den Steuerberater kann es im Einzelfall zu schwierigen Abgrenzungsfragen kommen; nämlich, ob gewisse Aufwendungen dem geschäftlichen oder dem privaten Bereich zuzuordnen sind. Als Unternehmerin oder als Unternehmer steht man nämlich oft in einem Spannungsfeld zwischen Geschäft und Privatleben und es gibt gewisse Vermischungen.

In der Vergangenheit hat man dieser Abgrenzung jeweils nur untergeordnete Beachtung geschenkt. Im schlimmsten Fall hat der Steuerbeamte im Rahmen der Steuereinschätzung gewisse Aufrechnungen gemacht.

Die Praxis hat sich jedoch in den vergangenen Jahren verschärft. Bei nicht sorgfältiger Trennung zwischen geschäftlichen und privaten Aufwendungen läuft der Steuerpflichte Gefahr, in ein Steuerbetrugsverfahren verwickelt zu werden. Der Grund liegt darin, dass die Jahresrechnung, die der Steuerpflichtige im Rahmen der Steuererklärung an das Steueramt schickt, im Umfang der Privaten Aufwendungen unwahre Angaben enthält. Eine Bilanz bzw. eine Erfolgsrechnung ist eine Urkunde im Sinne des Strafgesetzbuches und diese wird benutzt, um einen Steuervorteil zu erhalten.

Heute darf man dementsprechend nicht mehr darauf vertrauen, "nur" mit einer Aufrechnung davonzukommen.

Empfehlung und Handlungsanweisung

Die Rolle des Treuhänders und Steuerberaters wird zunehmend wichtig. Die Treuhand Spezialisten und Steuerfachleute helfen Ihnen, solche Fehler und ein Strafverfahren zu vermeiden. Es erfordert höchste Achtsamkeit, welche schon bei der täglichen Buchführung beginnt. Eine sorgfältige Steuerberatung im Rahmen der Abschlussberatung kann sich dementsprechend langfristig lohnen.