Die Unternehmenssteuerreform III aus Sicht des Kantons Zug

Kürzlich haben sich die Behörden des Kantons Zug offiziell dazu geäussert, was sie von der Unternehmenssteuerreform III halten bzw. wie diese ausgestaltet werden soll, damit sie dieser zustimmen würden. Die ist für die Steuerexperten bzw. Steuerberater und für die Treuhand Branche und deren Kunden wichtig.

Ausgangslage und Hintergrund

Der Kanton Zug ist sich bewusst, dass ein Teil der bisher privilegiert besteuerten Holding-, Domizil- und gemischten Gesellschaften in Zukunft – voraussichtlich ab dem Jahr 2019 – eine steuerliche Mehrbelastung in Kauf nehmen müssen. Diese Mehrbelastung soll aber moderat ausfallen, so dass möglichst viele dieser Gesellschaften in Zug bleiben und dass der Kanton Zug auch in Zukunft für Neuansiedlungen attraktiv bleibt. Den Behörden des Kantons Zug ist klar, dass nebst den Unternehmen auch die Steuerexperten und Steuerberater der Treuhand Branche in Zug ein grosses Interesse daran haben, dass der Kanton Zug steuerlich attraktiv bleibt.

Es ist geplant, dass der ordentliche Gewinnsteuersatz für alle Zuger Unternehmen von heute rund 14.6% auf neu etwa 12% (inklusive Bundessteuern) gesenkt wird. Ohne diese Steuersenkung wird befürchtet, dass viele Unternehmen und damit auch Arbeitsplätze abwandern. Zusätzlich sind weitere steuersenkende Massnahmen geplant. Dies beinhaltet die Einführung einer Patentbox, sowie eine spezielle Förderung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Im Ergebnis sollen sich die verschiedenen Mehr- und Mindereinnahmen ungefähr ausgleichen.

Differenzbereinigung im National- und Ständerat

Der Kanton Zug fordert von den Eidgenössischen Räten, dass sie die offenen Fragen im Differenzbereinigungsverfahren wie folgt bereinigt:

1. Beim Kantonsanteil an der direkten Bundessteuer ist dem Entscheid des Ständerats zu folgen (21.2%), nicht jenem des Nationalrats (20.5%). Nur wenn den Kantonen ein ausreichender finanzieller Handlungsspielraum verbleibt, wird es möglich sein, die Unternehmenssteuerreform III so ins kantonale Recht umzusetzen, dass die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Kantone und somit auch des Standortes Schweiz als Ganzes erhalten und gestärkt wird.

2. Bei der zinsbereinigten Gewinnsteuer ist dem Entscheid des Nationalrats zu folgen, d. h. sie soll für die direkte Bundessteuer eingeführt werden und den Kantonen soll es offen stehen, sie ebenfalls einzuführen oder auch nicht. Eine Begrenzung des steuerlichen Gesamtabzugs aus Patentbox, Forschungs- und Entwicklungsförderung sowie zinsbereinigter Gewinnsteuer soll das Steuersubstrat sichern.

3. Bei der Kapitalsteuer ist den Kantonen ausreichend Freiraum einzuräumen, um im kantonalen Recht sachgerechte und wettbewerbsfähige Differenzierungen für die einzelnen Kapitalpositionen vorzusehen.

4. Für eine angemessene Abbildung der Gewinne der ehemals privilegiert besteuerten Gesellschaften im nationalen Finanzausgleich (NFA) in der Übergangszeit ist dem Entscheid des Nationalrats zu folgen.

Die Steuerexperten und Steuerberater der wadsack treuhandgesellschaft sind stets über die Entwicklungen im Zusammenhang mit der Unternehmenssteuerreform III informiert und können Ihnen als lokale kompetente Treuhand Spezialisten die notwendige Unterstützung leisten.

Ihre Ansprechsperson

Weitere Auskünfte:

Lukas Wadsack, dipl. Steuerexperte
041 710 21 75